Denksch’! Spielsch’! Supportsch’! – Klassenerhalt 2012

Nachdem wir die Supporterscrew ein Jahr lang mit der Kamera begleitet haben wollen wir die Aufnahmen nich einschließen, sondern sie euch auch präsentieren. Stattfinden wird das wie folgt:

Wann & Wo:
12. Mai 2012, 15:30 Uhr (15:00 Uhr Einlass)
Kommunales Kino Freiburg im alten Wiehrebahnhof

Supporters Crew Mitglieder können sich ab sofort per Mail an “film@supporterscrew.org” ihren Platz im Kino sichern. Ab dem 6. Mai können sich auch Nichtmitglieder eine Karte per Mail sichern (Max. 2 Karten pro Mail). Und wer keine Zeit hat, oder keine Karte bekommt, darf sich natürlich die zu Saisonbeginn erscheinende DVD sichrn!

Kosten wird euch die Karte so viel, wie euch der Film wert war. D.h. es werden nach der Vorstellung Spendenboxen am Ausgang aufgestellt sein (Supporter Crew – Pay after Show!).

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Weiter geht die Reise!

Verpackt in einen Familienausflug über das Osterwochenende ist so eine Berlinreise doch angenehmer als man denkt. Und waren es zuvor noch 9 Sieglose Auswärtsspiele in Folge durfte ich jetzt schon den 2. Auswärtssieg in Folge miterleben. So langsam fängt das an Spaß zu machen!

Übrigens: Die Personen die hier die einzigsten au dem Video mit Fahnen sind und durchgehend Stimmung im Block verbreiten, sind die denenalles für die kommenden Heimspiele verboten wurde…!

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Distanzierung

Die SCFR hat sich nun auch zu den Vorfällen vom letzten Samstag geäußert. Hier der veröffentlichte Text:

Diskriminierende Sprechchöre, Gewalt beim Fußball, Pyrotechnik. Bei diesen Dingen wird in Freiburg von allen Fans, die formell oder informell organisiert sind, erwartet, dass sie sich davon distanzieren. Der Supporters Crew wurde nicht nur ein Mal vorgeworfen, dass sie sich von gewissen Dingen nicht distanziere, Unverständnis und Vorwürfe der Duldung solcher Dinge machte sich daraufhin in der restlichen Fanszene und bei den Verantwortlichen des SC Freiburg breit. „Man müsse sich doch distanzieren“ heißt es immer wieder. Also warum hat die SCFR das des Öfteren abgelehnt, sich stattdessen nicht geäußert oder mit Fragen und Forderungen geantwortet?

Weil die SCFR mit ihren gut 200 Mitgliedern gut 200 verschiedene Meinungen vertritt und es uns als Vorstandschaft unmöglich erscheint diese Meinungen auf einen Standpunkt zu reduzieren. An dieser Stelle werden in der Regel die Rufe laut, dass man sich doch an einen gewissen Fankodex halten müsse, dass es unabdingbar sei Fehlverhalten und Straftaten im Rahmen von Fußballveranstaltungen aufs Schärfste zu verurteilen. Und wenn man dies nicht in der Öffentlichkeit tue, sei man automatisch für dieses Fehlverhalten. Doch diese Argumentationskette greift zu kurz. Die Supporters Crew hat bisher darauf gesetzt sich öffentlich mit Degradierungen zurückzuhalten und lieber im internen Bereich versucht Einfluss zu nehmen und wird dies auch in Zukunft tun. Wir sehen darin den richtigen Weg, auch wenn dieser von außen nicht sichtbar und als wenig effektiv erscheinen mag. Denn es wird sich kein Mitglied der Supporters Crew (und auch keines anderer Fanorganisationen) ändern, weil die Vorstandschaft der Öffentlichkeit sagt, dass sie ein gewisses Verhalten nicht toleriere. Dieser komplexe Prozess ist um einiges zeitintensiver als einfach eine Stellungnahme zu schreiben, in der man sich einfach von Vorkommnissen distanziert. Wir sind der Meinung, dass ein faktischer und sozialer Ausschluss von Menschen, die sich nicht richtig verhalten haben, nicht die Wirkung erzielt, dass sie sich zukünftig konform verhalten, sondern dass eher das Gegenteil passiert. Dass dadurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich die Personen radikalisieren und sich in kleinen Gruppen zusammenschließen, in denen keine „soziale Kontrolle“ mehr stattfindet. Und an diesem Punkt wird es wirklich bedenklich. Denn wenn die Personen unter sich agieren und sich jeglichen Interventionen von außen entziehen, wird das Fehlverhalten zunehmen.

Natürlich leidet der Ruf der Supporters Crew in der Öffentlichkeit unter dieser Vorgehensweise. Doch wir nehmen dies bewusst in Kauf. Wir wollen nicht so werden wie andere Organisationen in Freiburg, die ihre Scheinwelt aufrecht erhalten, indem sie die Problemfälle ausschließen und so auch die Augen vor der Realität verschließen. Nur weil jemand nicht mehr Teil der Organisation ist, heißt dies nicht, dass er nicht weiter zum Fußball gehen wird und sich dort weiterhin so verhalten wird.

Der Supporters Crew wird öfter vorgeworfen, dass sie keine Verantwortung für das Handeln ihrer Mitglieder übernehme. Falsch. Wir stellen uns der Verantwortung, nutzen dafür jedoch nicht die öffentliche Bühne.

Ob man längerfristig damit scheitern wird ist genauso wahrscheinlich wie ein Erfolg, aber lieber scheitern wir auf diesem Wege, als weiter tatenlos zuzuschauen und die Realität aus dem Blick zu verlieren: Auch in Freiburg gibt es viele Fans, (die nicht nur Ultras sind) die sich daneben benehmen, die das ein oder andere Mal einen über den Durst trinken, gelegentlich oder auch regelmäßig Dummheiten begehen. Und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Die Verantwortung etwas auf kompetenter Basis dagegen zu tun liegt hierbei unserer Meinung nach beim Verein. Zu dieser Verantwortung gehört es auch zu erkennen, dass die Supporters Crew, aus verschiedenen Gründen, all diese Probleme nicht lösen kann und wird. Deswegen fordern wir seit mittlerweile einigen Jahren ein professionelles Team in Form eines Fanprojekts für die Freiburger Fanszene. Denn auch dieses verfolgt den Ansatz, dass durch Ausschluss der betreffenden Personen keine positiven Veränderungen herbeizuführen sind. Ihnen steht aber im Gegensatz zur Supportes Crew ein weit größeres Zeitkontingent und jede Menge Fachkompetenz zur Verfügung, da sie hauptamtlich und nicht ehrenamtlich arbeiten.

Wir haben erkannt, dass unsere Möglichkeiten begrenzt sind, versuchen aber mit unseren Mitteln Fehlverhalten entgegenzuwirken. Und unser Mittel ist es eben nicht uns einfach zu distanzieren, sondern zu versuchen ehrliche und langfristige positive Veränderungen herbei zuführen. Es ist kein Weg, der uns Prestige bringt, doch es ist ein Weg, den wir mit Überzeugung gehen können und werden.

(SCFR)

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SC Freiburg streicht jegliche Privilegien!

Wie der SC Freiburg und BZ Online bereits berichtet haben streicht der SC Freiburg seinen (nicht in der Fangemeinschaft organisierten) Fans in den letzten beiden Heimspielen, aufgrund der Vorfälle beim Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg, jegliche Privilegien. Hier die Mitteilung des SC Freiburg im Wortlaut:

“Deshalb werden alle Zugeständnisse und Sonderregelungen für nicht-organisierte Fangruppen bis zum Saisonende zurückgenommen. Dies beinhaltet konkret die Schließung des Infostandes hinter der Nordtribüne, das Verteilen von Flugblättern auf dem Stadiongelände, den Entzug von Arbeitskarten, den Einsatz von Doppelhaltern und Spruchbändern sowie die Rücknahme der Ausnahmegenehmigung zur Nutzung des Megafons.”

Ob es nun der richtige Weg war alle nicht organisierte Fans für eine Tat, mit der sie nichts zu tun haben, zu bestrafen sei dahingestellt. Lässt sich auf die schnelle aber auch nicht mehr ändern. Ich bin gespannt was die nächsten Tage bringen!

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Quatschpappen

Das Stadion ist einer jener Orte, an denen kollektive Gefühle evoziert werden und moralisch legitim sind. Gleichsam mitgerissen oder abgestoßen von der Woge umstehender und -sitzender Zuschauer sieht sich der Stadionbesucher mit Ritualen und Ereignisketten konfrontiert, die kaum jemand unbeteiligt lassen. Denn eine Voraussetzung für den oft zitierten „Fußballrausch“ ist die geradezu moralische Verpflichtung zu parteiischem Verhalten. Dieses Kennzeichen führt zu einem weiteren Schlüssel für die Fußballbegeisterung: Die direkte Partizipation und Mitbestimmung am Live-Geschehen. Nun ist die Partizipation innerhalb eines ganzen Stadions so bunt gestreut, wie die Menschen, die in einem solchen ihren Platz einnehmen. Sie ist so bunt wie der Querschnitt durch die Gesellschaft. Bis jetzt. Nicht erst seit dem Hype in Freiburg macht sich ein neues Stimmungsphänomen in den Stadien breit: Kollektives klatschen mit den Klatschen. Die mehrfach faltbaren Sponsorenkartons bahnen sich scheinbar recht erfolgreich und lautstark ihren Weg durch die größtenteils ohnehin schon eventisierte Fankultur. Mittlerweile lancieren Mainz, München, Paderborn, Freiburg und andere Vereine sie um die Stimmung künstlich zu befruchten. Das aus Amerika importierte Supportinstrument soll werbewirksam Kollegialität befördern und partout stimmungsresistente Zuschauer zum mitmachen animieren. Die Klatschpappen sind in der Fanszene allerdings umstritten. Auch in Freiburg wird über den Sinn oder Unsinn der Klatschkartonage diskutiert. Für die einen sind sie Mittel zum Zweck, für die anderen Vorboten einer schleichenden Unterwanderung der selbstbestimmten Fankultur. Für die einen machen sie “tollen Sound”, für die anderen sind sie schlicht “Krach.” Diese Diskussion ähnelt der, die man schon bei der WM 2010 bezüglich der Vuvuzuelas verfolgen konnte. Die Argumente sind die gleichen geblieben: Stimmungs-fördernd, laut, verbindend, mannschaftsdienlich auf der einen Seite, störend, nervig, monoton, tinnitus-gefährdend, unkreativ, erdrückend, alternativlos auf der anderen. Im Gegensatz zu den Tröten sind die Klatschpappen allerdings kinderleicht zu handhaben. Und Kinder sind bekanntlich keine Pappenheimer von Traurigkeit wenn es darum geht Alarm zu machen. Beinahe über die gesamte Spielzeit – unabhängig vom Geschehen auf dem Platz – wird monoton gekloppt , dass sich die Ohrmuscheln biegen. Die Erwachsenen machen munter mit. Pappsattlaut ist ja per se nicht schlecht. Das bestätigen auch einige Freiburger Spieler auf Anfrage. Sie wähnen sich in einer bisweilen “einzigartigen” Atmosphäre. Ob sie das bestätigen würden, sollten sich die Klatschen in jedem Stadion und zu jedem Spieltag durchsetzen bleibt indes fraglich . Schließlich ist Einzig-artigkeit genau das, was die Pappen eben nicht erzeugen. Vielmehr geht der Stimmung die Exklusivität abhanden. Der bis dato bunt ausgelebte Fußballrausch geht in einem Meer der emotionalisierten Gleichschaltung unter. Partizipation erfolgt nicht durch Mitbestimmung, sonder durch dröges mitmachen. Wer schon mal ein Spiel im TV unter Einfluss der Klatschen erlebt hat, wird bestätigen, dass der Nervanteil überwiegt. Übrigens; neben dem akustischen produzieren die Klatschen auch echten Müll. Ob das im Sinne des SCF ist? Dann lieber doch mit Mund, Händen und Füssen supporten. Kreativ, laut und bunt!

Das und mehr zu lesen gibt es diesen Samstag wieder im Fanblock!

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